Die große Brandenburger Frühjahresregatta gilt allgemein als erster wichtiger Gradmesser für den Kanunachwuchs. Hier sieht man, ob das Training in den Wintermonaten Früchte getragen hat.
Vor der Corona-Pandemie galt die Regatta bereits als Teilnehmerstärkste Regatta Deutschlands. Vereine aus Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und NRW waren in diesem Jahr mit über 1.200 Aktiven am Start. Damit hat die große Brandenburger Regatta wieder zu alter Beliebtheit zurückgefunden.
Vom HKC waren in diesem Jahr 20 Nachwuchsathletinnen und Athleten am Start. Dazu kamen Christos und Julius aus der Leistungsklasse, die die Regatta nach den nationalen Qualifikationen für einen Trainingswettkampf nutzen.
Sie waren es dann auch, die maßgeblich zu den Erfolgen des HKC beitragen konnten. Christos setzte sich im Canadier Einer über 200m mit fast einer Bootslänge ab und gewann das Rennen. Über 1.000 m reicht es für Silber. Auf der gleichen Distanz zeigte Julius im Kajak der Konkurrenz seine Heckwellen. in einem beherzten Rennen konnte er sich schnell absetzen und konnte den Angriffen der sehr starken Konkurrenz bis zuletzt trotzen. Ein echtes Ausrufezeichen für den weiteren Saisonverlauf.
Im Nachwuchs waren es nicht immer nur Medaillen, die uns zum staunen und jubeln bewegten. Unsere Zweiermannschaften bei den Schülerinnen A zeigten super Rennen, auch wenn es für Mila und Hania ganz knapp nicht für das Finale reichte. Isabelle und Rebecca starteten mit absoluten Ausenseiterchancen, konnten aber viele ältere und zuvor besser eingeschätzt Boote abhängen. Isabelle überraschte zudem mit Platz 11 im Einer. Der krönende Abschluss war dann die Silbermedaille im Kajak Vierer für Hania und Mila gemeinsam mit ihren Bootspartnerinnen von Blau Weiß Tegel und SC Berlin-Grünau.
Bronze sicherte sich in einem packenden Rennen unsere Canadierfahrerin Malaika. Nach Platz 5 auf der Langstrecke legte sie in ihrem 500m Rennen noch einmal Alles rein und holte sich Platz 3 im Endspurt.
In der Jugend schrammte Lea mit ihrer Zweierpartnerin der Renngemeinschaft leider ganz knapp mit Platz 4 am Finaleinzug vorbei. Tino belegte im Vierer Platz 8. Beide konnten im Einer kaum etwas gegen die große Konkurrenz ausrichten, sich aber Berlin intern gut für die weiteren Regatten platzieren. Dies ist wichtig, um in den Booten der Renngemeinschaft mitfahren zu dürfen.
Bei den Juniorinnen startete Marie lediglich im Mannschaftsboot und konnte hier mit ihrer Partnerin Silber im Canadier Zweier und im Canadier Vierer gewinnen. Vivian schrammte mit Platz 4 im Kajak Einer über 200m leider nur etwa eine Zehntelsekunde am Podest vorbei.
Die Regatta zeigt, dass wir auch in diesem Jahr wieder einige Talente in unseren Reihen haben, die sicherlich bei den Deutschen Meisterschaften um die Titel mitfahren könnten. Dennoch zeigen uns die vielen knappen Rennen auch, dass in den kommenden Wochen noch Einiges an Wassertraining zu absolvieren ist.